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Süßwassernadel-Enneacampus a. Altersstufen
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Hier einige Haltungsinfos die ich aus verschiedenen E-Mail Anfragen rüber kopiert habe weil sie für eine größere Mehrheit interessant sein könnten. Ich denke da beantworten sich schon so manche Fragen:

Sind auch andere Arten verfügbar, züchten wir weitere Arten
Ja, seit Frühjahr 2012 auch Doryichthys deokhatoides. Nähere Infos hier: --> Doryichthys deokhatoides
spezielle Futtertiere - Feenkrebse

Artemia brüte ich nur mit der Schale, weißt Du ja. Die Feenkrebseier aber in einem kleinen Garnelenbecken. Wasser misch ich 50/50 aus dem Aquarium und Osmose Wasser (oder Destilliertes). Als Futter bekommen sie aufgespaltenes Chlorella-Pulver. Ist am günstigsten als Nahrungsergänzungsmittel im Bio-Handel zu bekommen. Da ich sie zum Verfüttern ziehe, muss ich immer mal wieder Eier kaufen, mach ich aber nur im Winter. Wenn ich die Aufzucht absetze lass ich ein paar Tiere auswachsen bis zum natürlichen Tod. Mulm ect. wird beim Ablassen ab gesiebt und dient nach paar Monaten als Neustart (sind immer Eier dabei, nur nicht die Mengen die ich brauch…).

Nochmal Erstfutter (Babynadeln / Protogen)

Glückwunsch zum Nachwuchs ;-)
Ja je Größer die Eltern, umso größer die Babynadeln. Achte mal genau drauf wenn Du die frischen Artemien Naupilien rein gibst, ob die großen Nadelbabys schnappen. Dann kannst Du Dir die Mühe mit Protogen-/Infusorien sparen.
Protogen ins Aqua. zu geben ist nicht sinnvoll, auch wenns auf der Verpackung so steht. In einem kleinen (2 - 5l) Behälter mit Aquarium Wasser ansetzen (kein Leitungswasser!), warm stellen, am nächsten Tag hat sich Kamhaut gebildet, das sind die Infusorien.
Kannst Du dann mit Kondensmilch zu „Milchinfusorien“ weiter füttern. Google mal nach dem Wort, da gibt’s reichlich Tipps.

GO!/Lebendtiertransport aktuell

GO! hab ich übrigens am Stadtrand hier, damit sind natürlich die ganzen Zwischentransporte hinfällig. Übrigens gibt’s vom Tierschutzgesetz aktuell neue und noch strengere Vorgaben für den Zierfischtransport. Ich muss jetzt dokumentieren wann die Tiere verpackt werden und welche Notfallmaßnahmen bei Beschädigung durchzuführen sind .

GU

Der GU ist mit ein wenig Übung sicher zu erkennen. Auch wenn die Männer gerade nicht tragen kann ich das zuverlässig sehen. Die gleichaltrigen Männchen sind etwas größer und im Umfang kräftiger. Ich sehe auch die angelegten Bauchfalten.
Wenn sie tragend sind ist es natürlich ganz einfach. Da beginnt unterhalb des Afters ein zweiter „Bauch“.

Winterfutter/tümpeln
naja ich Kauf weiße Mückenlarven dazu, aber bei mir stehen wegen der Zucht mehrere Futterzuchtbecken (Daphnien, Artemia, Moina salina –nicht sehr ertragreich, aber Abwechslung- , mexikanische Bachflohkrebse –da fressen sie nur die kleinen- )
Weiße Mücken sind vor allem im Winter gut, weil Du die in der Tüte kühl und dunkel bis 4 Wochen aufbewahren kannst. Übrigens nehmen sie auch tote Artemien, solange sie frisch sind.
Also wenn Du Lebendfuttertüten mit Artemien geliefert bekommst die schon tot sind, kannst Du die trotzdem noch verfüttern.
Ein Tipp zum tümpeln. Bei uns kann man einen sogenannten „kleinen Fischereischein“ holen, kostet hier 10 €/Jahr. Dann darf man Wasserflöhe fischen. Vielleicht gibt’s das bei Euch auch? Mal im Ordnungsamt, oder beim Anglerverein fragen.>
 
Mückenlarven

Auch ohne Aufzuchtbecken kommen auf jeden Fall Junge durch, denn in einem biologisch funktionierenden Becken finden sie auch Microfutter.
Die roten Mücken sind sehr hart und wehrhaft, deshalb werden sie nicht so gern genommen. Schwarze fressen sie sehr gern, aber Du musst natürlich darauf achten das die auch alle gefressen werden, die schwarzen sind ja die Stechmücken. Die großen weißen Mücken die es zur Zeit gibt nehmen sie sich „im Team“ vor (oder wenn die Nadeln größer sind), aber wenn es Artemien, oder genügend Wasserflöhe gibt, sind sie gern „bequem und wählerisch“.

Gelbe Nadeln

Die gelben haben sich in helles Ocker umgefärbt, also ich würde es nicht mehr „gelb“ nennen. Wir haben immer wieder einzelne gelbe die bis zur Größe von ca. 5 cm leuchtend hellgelb sind, geschlechtsreif dann aber dunkler werden.

Sozialverhalten/Weichtierbesatz/verschiedene Nadelarten

Schnecken und Garnelen gehören auch in meinen Becken zum Bestand. Die Panzerwelse dürften kein Problem darstellen auch wenn die ansorgiis ebenfalls gern mal auf dem Boden liegen. Das Becken ist groß genug (Anmerkung 240l) und die Nadeln werden sich Plätze auf den Pflanzen/Deko suchen. Die E.ansorgii ist ein Gruppenfisch, je Größer die Gruppe umso wohler fühlen sie sich und zeigen ihr typisches Verhalten (Balztänze etc.) Natürlich ist das auch eine Frage des Geldes…
Mit anderen Nadelarten können Sie die E. ansorgii gut vergesellschaften. Viele unserer Käufer halten mehrere Arten in einem Nadel-Gesellschaftsbecken. Sie müssen nur darauf achten das die Ansprüche der Arten an das Wasser ähnlich sind. Es gibt Nadelarten die leicht saures und weiches Schwarzwasser brauchen. Die E.ansorgii will aber neutrales bis leicht basisches (PH 7 bis 8,5,´) Wasser mit Härtegraden ab 10 dGH aufwärts (sie verträgt auch problemlos 30 dGH +).

Tragezeit & Verhalten Babynadeln

Ihre Beschreibung mit dem „abgebundenen Würstchen“ ist sehr lustig, aber absolut zutreffend ;-)) Wenn Sie „die zwei Bäuche“ des Männchens so deutlich sehen, dürfte es nicht mehr lange dauern bis er die Jungen frei schwimmen lässt. Etwa 18-22 Tage trägt er. Manchmal auch ein paar Tage länger. Ich hab beobachtet das die großen Würfe (mehr als 30 Jungtiere) eher etwas länger dauern. Also etwa 3 Wochen, ab Eiabgabe. Die Tragezeit ist etwas schwierig zu kontrollieren. Man muss ja die Eiübergabe mitbekommen um auszurechnen wann etwa die Jungen frei schwimmen. Und man muss sicher sein, das die Babys wirklich von diesem Männchen „geboren“ wurden. Die Erstwürfe bestehen immer aus 2-4 Babys, dann werden es 4-8, 10-12..... Zumindest kann ich das aus vielfacher Beobachtung so mitteilen. Wenn sie voll ausgewachsen sind (die Eltern) sind es durchschnittlich 22-26, gelegentlich mehr. Die Babynadeln lassen sich zeitweise im Becken treiben, sie schweben also mit dem Futterplankton mit. Wenn sie dann einiges gefressen haben lassen sie sich absinken und bleiben in strömungsarmen Ecken am Boden, oder auch an Pflanzen hängen. Natürlich können Sie gern Tiere bei mir nachbestellen, ich würde aber zur Zeit eher mit Versand warten. Ich hab zwar vor kurzem eine Lieferung versandt, aber der Käufer wollte das unbedingt und hat den doppelten Kostenaufwand in Kauf genommen.

Nachwuchs & Vermehrungszyklus

herzlichen Glückwunsch zum Nachwuchs und das es mit der Aufzucht endlich klappt. Es wird sicher auch ein wenig damit zu tun haben das die Elterntiere inzwischen groß sind und entsprechend kräftigere Baby´s haben. Hab ich unter Haltung – Zucht ja schon aufmerksam gemacht. Also mit ausreichend Geduld und Pflege klappt´s doch und die haben Sie bewiesen. Wenn die Babys jetzt schon fast 4 Wochen sind, dann bekommen Sie die auch ganz sicher durch!
Zur Frage Vermehrungspause im Winter muss ich aus meinen Erfahrungen widersprechen. Wahrscheinlich werden einige Arten eine solche Pause einlegen, aber sicher aus Umwelt- / Witterungsbedingungen heraus. Die E. ansogii´s in Aquariumhaltung jedenfalls vermehren sich ganzjährig. Wir hatten lediglich im Juli eine Pause, aber nur in der Phase wo wir den kurzen sehr heißen Sommer hatten. Da ich die Becken nicht technisch kühle war die Temperatur trotz aller anderen Maßnahmen auf 28-29 Grad angestiegen. Das hat die Pause ausgelöst.
Diese Fischarten (Nadeln und Seepferdchen) werden ja nicht so alt wie Welse, oder Walhaie ;-)) daher ist ihre Vermehrung natürlicherweise auch auf hohe Reproduktion ausgelegt.

Beckenformate, spezielle Futtertiere, Geschlechtermischung:

Also in einem 60er Becken können Sie problemlos eine 10er Gruppe halten. Ich nutze zwar 200er und 240er Becken, aber mein Bestand ist ja auch bissl größer ;-))
Beckenformat (hoch/breit/lang) ist nicht so wichtig, Standardformate gehen problemlos und Sie können das Becken auch offen ohne Abdeckung lassen! Ist gar kein Problem.
Die E.ansorgiis hängen gern mal in den Pflanzen an der Oberfläche, lassen sich mit dem Futtertieren durch´s Becken treiben und verziehen sich auch gern unter eine Schiefertafel am Boden. Also sie benutzen sämtliche Beckenregionen. Natürlich nur ungestört in einem Artbecken.
Red fire ins Artbecken zu geben ist sinnvoll den die Garnelenbrut ist eine natürliche (aber nur ergänzende) Futterquelle. Ich hab auch schon öfter beobachtet das sich Nadeln zusammenfinden und auch mal gemeinsam eine adulte Red Fire zerpflücken. (Sie saugen sie sozusagen aus)
Damit etwas zur Frage Bachflohkrebse (mexikanischer Flohkrebs und die anderen Arten). Die sind zu kompakt und können von den Röhrenmäulern nicht eingesaugt werden. Allenfalls das ähnlich wie bei den Garnelen mal ein Flohkrebs im Team erbeutet und ausgesaugt wird. Artemien sind zwar z.T. größer als die Flohkrebse, aber sehr weich und werden deshalb in einem Stück aufgesaugt.
Farbvarianten werden nur grün und die rotbraune ursprüngliche Färbung verkauft. Die reicht aber von hellem braun, über dunkles ocker, bis dunkel rotbraun. Alle haben bei Balz den knallroten Bauch. Die Grünen treten nur zu etwa 10% auf und in dem Verhältnis verkaufe ich sie auch (also 1 / 2 Stück in einer 10er Gruppe).

Die kleineren um die 6cm verkaufe ich für 8 € pro Stück. Geschlechterunterschied lässt sich da meist schon ausmachen, aber nicht absolut sicher. Ich verkaufe die Geschlechter 50:50 so wie auch die natürliche Geschlechteraufteilung beim Nachwuchs ist. Das Gerede auf zwei Weibchen 4 / 5 Männchen zu halten ist Quatsch (siehe Mailanfang "Halbwahrheiten"). Sie können natürlich gern eine Gruppe der kleineren Nadeln kaufen, ich möchte aber darauf aufmerksam machen das zwischen einer 6cm Nadel und einer 9cm Nadel noch ein Unterschied ist. Die Größeren sind nicht bloß 3cm länger, sondern vor allem fast doppelt so stark (Durchmesser) und etwa 3 Monate älter. Daher kommt ja auch der Preisunterschied.

Anmerkung zum Versand:

An der Stelle kopier ich den Mailverkehr mal nicht rüber, es gab erneut Anfrage ob wir nicht günstiger versenden können.
Erst mal allgemein:
Unser Versand erfolgt mit GO! ExpressLogistik. Die Kosten liegen bei 30 € inkl. Styroporbox & Heatpacks, (an Wochentagen, innerhalb Deutschlands). Anderes auf Anfrage. Bei der Preisberechnung "stütze" ich die Kosten schon (ich bin ja kein Großversender, der sogar bei der Beschaffung vom Verpackungsmaterial Rabatt bekommt)! Die Lieferung wird bei mir zwischen 18-19.00 Uhr abgeholt und ist meistens gegen 9.00 Uhr beim Käufer. GO! ist berechtigt Zierfische zu transportieren. Andere höhere Lebewesen transportiert GO! nicht (zumindest z.Zt., Textbeitrag ist von April 2010).
Und nun als Denkanstoß:
Es werden keine Bücher von A nach B geschickt, sondern höhere Lebewesen. Die sollen natürlich lebend ankommen und möglichst schonend transportiert werden und auch nicht länger als nötig unterwegs sein. Die Zulassung für den Transport wird (richtigerweise) durch das Tierschutzgesetzt entsprechend reglementiert. Die großen Logistik-Transportunternehmen an die jeder beim Stichwort "Versand" denkt, transportieren keine höheren Lebewesen!

Da ich häufig Richtung Görlitz und München, also auf der A4, der A9, der A72 und A93 unterwegs bin, ist die persönliche Übergabe entlang dieser Strecken möglich. Das muss aber im Einzelfall passen.

Schwierigkeitsgrad Zucht:

Zur Frage „schwer nachzuzüchten“ kann ich aus meiner Sicht sagen nein, so schwer ist es nicht. Sie treffen im Web zwar reihenweise auf Erklärungen das E. ansorgii schwer zu halten und zu züchten ist, das trifft aber so nicht zu. Ich vermute mit diesen Erläuterungen sollen nur „blutige Anfänger“ von der Haltung abgehalten werden. Fische fürs Anfängeraquarium sind sie nicht. Man braucht schon Erfahrung und muss ihnen gute Haltungsbedingungen bieten (für Zucht unbedingt Artbecken!), aber das ist alles mit überschaubaren Aufwand zu realisieren. Ich schätz das so aus der Sicht von mehr als 30 Jahren Erfahrung als Aquaristiker ein, aber im Vergleich zu meiner früheren Diskuszucht ist die Zucht der Nadeln einfach ;-)) Die Aufzucht und Erstfutter für die Babynadeln macht Aufwand, dafür muss man sich mit Futterzucht (Infusorien/Rädertierchen und später Artemien-Naupilien) befassen.

Handling Lebendfutter & Artemiazucht:

für die Lebendfutterlagerung habe ich einen kleinen alten Kühlschrank, die Lagertemperatur ist aber wie im Keller 6 - 8 Grad und da bleiben grade die weißen Mückenlarven lange am leben. (bei guter Qualität 3 bis 4 Wochen). Sie können sie also auch im Keller kühl stellen.
Wasserflöhe vom Händler halten selbst im Kühlschrank höchstens! drei Tage. Also die Wasserflöhe immer als erstes verfüttern. Ein Temperaturangleich Futterbeutel - Aquariumwasser ist nicht nötig. Mückenlarven sollte man durch ein Sieb abgießen damit das Beutelwasser das Aquarium nicht belastet. Das gleiche gilt für Artemien (da ist Salzwasser im Beutel). Wasserflöhe können Sie direkt aus dem Beutel ins Becken geben.
Für die 5 Nadeln ist etwa 1/3 der Mückenlarvenportion passend. Die restliche Portion in einem kleinen Behältnis mit etwas frischen Wasser wieder kühl stellen.
Das können Sie auch mit den Artemien vom Händler so machen, aber natürlich Salzwasser! (2 Teelöffel auf 0,5 l).
Da die Mücken auch im Aquarium mehrere Tage am leben bleiben ist es nicht problematisch wenn man zuviel rein gegeben hat. Ganz im Gegenteil wenn man mal ein paar Tage weg ist sind die Nadel so gut versorgt.
Artemien-Brutschale:
Ich brüte Artemien nur mit diesen Schalen aus! Die ganzen umständlichen und schlecht zu reinigenden Apparaturen haben ich alle wieder abgeschafft.
Für die Schale brauchen Sie 1 l Wasser und 4 gehäufte Teelöffel Salz - jodfreies Speisesalz, ca. 30 Cent pro Packung :)
Salzwasser einfüllen, Ring und Sieb einlegen, ein Löffelspitze Eier in den äußeren Ring, Deckel drauf und warm stellen (ich stell sie immer auf´s Aquarium, durch die Lampen ist das warm genug). Im Zeitfenster von 18 Stunden bis etwas 30 Stunden schlüpfen die Naupilien, in der Schale bleiben sie aber nur paar Stunden am leben. Ich gebe täglich neue Eier dazu und benutze die Schalen so 4 / 5 Tage. Sobald das Wasser beginnt nach Fisch zu riechen muss die Schale richtig heiß ausgespült werden und wird wieder neu angesetzt.
Die Artemia Naupilien sterben in der Brutschale wegen Sauerstoffmangel. In einem etwas größerem Behälter mit leichter Belüftung können Sie die Naupilien ein paar Tage am leben halten.
Mein Tipp wäre aber so ein kleines Fertigaquarium 20/30 l mit Salzwasser zu befüllen, leichte Belüftung, Heizung und Licht!!! Wenn Sie dann den 3-4 Tagen alten Naupilien Liquizell geben haben Sie auch schon Ihre eigene erfolgreiche Futterzucht da stehen. Die etwas größeren Artemien weiden die Glasscheiben ab und wachsen sozusagen von alleine. Ich hab Ihnen mal einen Schnappschuss von unserem Artemienbecken an die Mail gehängt.

... Erstfutter (Babynadeln):

Schön das es so gut geklappt hat! Ich habe in Ihrer Gruppe auch zwei tragende Männchen gesendet. Vielleicht haben Sie ja sogar bald Nachwuchs. Sollten die Böcke wegen des Versandes die Eier abgeworfen haben brauchen Sie an die Eier aber keine Mühe verschwenden. Abgeworfene Eier werden nix. (Das kommt bei den jungen Nadeln öfter mal vor).
............ Hallo Herr Stahn, habe gerade 3 Jungtiere entdeckt,was kann man ihnen zum fressen geben............
Bei geringer Jungtierzahl reicht für die ersten ein/zwei/drei Tage das natürliche Plankton im Aquarium. Also die ganzen Kleintiere die man mit bloßem Auge nicht sieht. (Ich sag nur "Kammhaut".) Probieren Sie es morgen mit den Artemien-Naupilien, die sind zwar für die Babynadeln zu groß, aber es sind immer auch kleinere dabei.
Die Babynadeln müssen als Erstfutter Rädertierchen, Pantoffeltierchen und ähnliche Infusorien bekommen. Eine schnelle Ansatzlösung ist das Protogen-Granulat von Hobby (ein guter Zoohändler hat das da). Mit dem Granulat sind innerhalb 24 Stunden Kammhaut und damit Infusorien im Ansatzbecher verfügbar.
Den Ansatz können Sie dann mit etwas Kondensmilch in einem größeren Glas weiter vermehren. Googeln Sie mal nach "Milchinfusorien" da kommen haufenweise Kulturanleitungen. Im Alter von etwa 2-3 Wochen sind die Babynadeln soweit, frisch geschlüpfte Artemien, oder frisch geschlüpfte Wasserflöhe und Essiggälchen zu nehmen. Dann wird's leichter sie durchzubringen. Nicht verzagen wenn's nicht gleich klappt! Die Babynadeln über die ersten zwei Wochen zu bringen ist aufwändig. Aber das wird mit einigem Training schon.
Viel Erfolg!

... Futter sieben / zu große Futtertiere:

Klar sollte man Zierfischen das Futter anbieten, das in Göße und Art zu ihnen passt. Auch ich siebe das Lebendfutter. Das mach ich aber weil sonst in den Aufzuchtbecken zuviel große Futtertiere übrig bleiben würden und damit das Wasser zusätzlich belasten. Ich siebe kein Futter um die Nadeln vorm ersticken an zu großen Futtertieren zu schützen! Stimmt, ich hab das auch irgendwo gelesen das mit der Pinzette zu großes Futter wieder aus dem Maul gezogen werden soll, weil sie sonst ersticken.......... Ich bin mir nicht sicher, ob ich dabei mehr die Tiere, oder doch den/die Tierhalter ernsthaft bedauere!!! Unter den inzwischen fast 300 Nadeln die ich aufgezogen habe / aufziehe, hab ich ganze zwei! Sterbefälle gehabt. Diese zwei kann ich in der Tat nur Erstickung an Futter zuordnen. Also ein Risiko von 0,6 %..... Ich schreibe den Nadeln den (fast) allen Tieren naturgegeben Instinkt zu, "den Mund nicht zu voll zu nehmen" ;-)) Es überrascht aber schon, wenn eine 4cm Nadel sich eine weiße Mückenlarve schnappt, oder mehrere gemeinsam einen ausgewachsenen Artemienkrebs zerpflücken. Das traut man den dünnen Röhrenmäulern erst nicht zu.

... zu Ihren Fragen Besatz / adulte Garnelen:
Gesellschaftshaltung mit Ihren Endlers und den Garnelen ist kein Problem! Ganz im Gegenteil, als natürliche Futterquelle pflücken die Nadeln den Garnelen schon ganz gern mal die Eier weg und gelegentlich ein Guppybaby verachten sie auch nicht. Ich hab in jedem meiner Nadelbecken etwa 60/70 Red Fire Garnelen genau aus diesem Grund, denn da geht’s auch mal paar Tage ohne Lebendfutter. Die etwas größeren Guppybabys und die adulten Garnelen werden aber in Ruhe gelassen (außer dem „Eierklau“). Die Enneacampus ist in dem Zusammenhang überhaupt nicht räuberisch.
Über die Enneacampus ist im Web nicht allzu viel an Informationen zu finden, dafür aber einiges an Halbwahrheiten (oder Dichtung, oder es wird einfach nur abgeschrieben was jemand mal geäußert hat). Zum Beispiel ist oft zu lesen die Garnelen würden die Nadeln sehr stören, weil sie die Nadeln „abgrasen“. Das kommt schon vor, aber wenn’s zuviel wird schütteln die Nadeln die Garnelen einfach ab.
Die Enneacampus hat gewissermaßen einen „Schuppenpanzer“ ähnlich wie Schlangen, man hört beim herausfangen auch ein leichtes Raspelgeräusch am Netz. Wir hatten in einem Aufzuchtbecken mal eine Hydrenplage (=Süßwasserpolyp) und die Nadeln haben auf ihrer „Haut“ Hydren im Aquarium herum getragen, ohne irgendein Anzeichen des Unbehagens. Meine Behandlung des Beckens mit einem Flubendazol-Präparat hatten selbst die frisch frei geschwommenen Nadelbabys völlig problemlos überstanden.

Soviel zur angeblichen Empfindlichkeit der Enneacampus. Natürlich muss man sich um die Tiere gut kümmern, aber in „Watte packen“ muss man sie auch nicht, das wäre ihnen auch zu trocken ;-)))
Ich kann jedem Interessent nur zuraten diese Tiere zu halten. Mein Verkauf spielt bei dieser Empfehlung keine Rolle, die Nachfrage ist auch so groß genug. In meinen reichlich 30 Jahren als Aquarianer hat mich bisher kein Zierfisch so langanhaltend begeistert wie diese Nadeln.

...Lebendfutter, Fütterungsintervall, Urlaub?
wenn es um Urlaub, oder ein verlängertes Wochenende geht erweist sich die Tatsache, das sie nur Lebendfutter nehmen eher als Vorteil. Einfach weil das Futter ja recht lange im Aquarium am Leben bleibt (ok auf die Artemia trifft das natürlich nicht zu). Außerdem stopfen die Nadeln sich nicht so voll wie das die anderen Fische machen, sondern fressen bis sie satt sind und dann ist gut.
Also hier meine praktischen Erfahrungswerte und Tipps:

- eigentlich bekommen sie täglich Lebendfutter, aber

- tatsächlich bekommen sie neues Futter wenn keine Futtertiere mehr im Becken schwimmen
- bei unserer Gruppe Alttiere (12 Stück ausgewachsen im 200 l Becken) ist das so alle drei Tage

- Wenn ich mehrere Tage weg fahre bekommen sie Artemia zum satt fressen, nach zwei Stunden kommt ein Portionsbeutel weiße Mückenlarven und lebende Daphnien dazu.
Das reicht gut für 5 Tage bis alles gefressen ist.
- Drei Tage überstehen sie ohne irgendwelche Probleme ohne Futter (länger hab ich nie probieren müssen), da sind wir bei 8 Tagen.

- Für den Urlaub gebe ich keine Daphnien vom Händler, sonder reichlich Wasserflöhe aus dem Teich ins Becken. Die Hüpferlinge (Cyclops) und weißen Daphnien aus dem Teich bleiben am leben
bis sie gefressen sind und das reicht länger als 10 Tage.
- Dazu hole ich für die Urlaubszeit bei einer Bekannten noch 50-70 Garnelen in verschiedenen Alterstufen. Die Eier und Jungbrut der Garnelen ist natürlicher Futternachschub und die Garnelen die noch bissl kleiner sind auch.


Über den Ansaugern meiner Filter ist allerdings (wegen der Babynadeln) Schaumstoff. Das hat den positiven Nebeneffekt das auch das Lebendfutter nicht in die Filter entsorgt wird ;-) Seit ich (wieder) züchte springt für den Urlaub allerdings ein Aquarianerfreund ein, der alle 4 Tage nachfüttert.
....Vergesellschaftung, Brackwasser, Zucht?
danke für Deine Anfrage. Folgendes zu Deinen Fragen -

Vergesellschaftung:
Mit kleinen Schwarmfischen wie dem Neon, oder Oberflächenfischen ist eine Vergesellschaftung völlig problemlos. Allerdings musst Du bei der Fütterung beachten, das Nadeln Lauerjäger sind. Sie jagen den Futtertieren auch mal nach, aber im Prinzip liegen sie auf Lauer und schnappen sich vorbei schwimmende Futtertiere. Mein Tipp wäre, die anderen Fische erst mal mit Trockenfutter "satt" zu füttern und dann das Lebendfutter rein, damit die Nadel auch was abbekommen. Im Sommer mit Wasserflöhen aus dem Teich ist das natürlich nicht nötig, da hat man ja genug Lebendfutter.
Bei den Zwergpanzerwelsen kann ich mir vorstellen das sich die Nadeln öfters mal gestört fühlen, den beide Arten teilen sich ja (vorwiegend) den Grund. Andererseits hast Du bei Deinem 700l Becken enorm viel Platz zur Verfügung und die Nadeln werden alsbald ihre bevorzugten Stellen wie Pflanzen / Wurzeln für die Lauer gefunden haben.

Wasser:
Das Thema Brackwasser wird sehr gegensätzlich diskutiert. Fakt ist, Enneacampus ansorgii ist ein Süßwasserfisch, der auch im Brackwasser lebt. Das heißt nicht, das dieser Fisch im Brackwasser leben muss! Salz ist ohnehin ein heikles Thema in der Aquaristik, da geh ich jetzt aber nicht weiter drauf ein. Wir halten und züchten die Tiere (erfolgreich!) im Süßwasser, auch wenn ich etwas Salz in dem Wasser habe???!!!
Der Salzgehalt liegt aber unter 0,1%, Brackwasser beginnt bei 0,3%. Alles darunter ist entspricht Süßwasser.
Bei mir kommt das Salz daher, das ich unser sehr schlechtes Leitungswasser (über 40 Grad dGh) über eine Reverse - Osmoseanlage laufen lassen muss, danach ist außer "Wasserstoff und Sauerstoff" nix mehr drin! Dieses hochreine Wasser muss ich dann mit Salzen wieder aufhärten. Dafür benutze ich nicht das empfohlene (extrem teure) Osmose-Mineralsalz, sondern Salz für die Meerwasseraquaristik. Unsere Wasserwerte im Aquarium halte ich etwa bei 10-15 Grad Gesamthärte, (zu weiches Wasser mögen sie nicht) und der Ph-Wert ist neutral (um PH 7).

Nachzucht:
Das Problem ist nicht das es zur Ei Übergabe und zur späteren "Geburt" der kleinen Nadeln kommt, sondern die Nadelbabys die ersten zwei Wochen zu ernähren.
Sie fressen ja nur lebendes Futter und bei den Nadelbabys sind das Rädertierchen, Pantoffeltierchen und ähnliches Microplankton. Nach zwei Wochen etwa nehmen sie dann frisch geschlüpfte Artemien.
In Deinem 700l Becken hast Du (wenn es gut eingefahren ist) zwar automatisch genügend Microplankton für die Nadelbabys, aber aufziehen kannst Du sie nur in einem Artbecken! Denn: Jeder noch so kleine Schwarmfisch sieht in den Nadelbabys potentielles Futter!
Entgegen anderen Nadelarten fressen die E. ansorgii jedoch nicht den eigenen Nachwuchs. Bei dieser Art kann man die Babys gefahrlos bei den Eltertieren im Becken lassen!

Allen die sich für die Haltung dieser Tiere entscheiden, kann ich nur sagen das sie sich für hochinteressante, nicht alltägliche und schöne Aquarienbewohner entschieden haben, deren Haltung gar nicht so schwierig ist, wie man sonst von Seenadeln denkt. Sie brauchen aber Lebendfutter und Nachzuchten klappen nur in einem Artbecken erfolgreich.
Im Prinzip ist das aber selbst bei Guppys so und da muss man die Babys auch noch vor den Eltern schützen....

Ich hoffe ich konnte Dir weiter helfen.

....Eingewöhnung und Haltung generell?
..........Viel wichtiger aber folgende Hinweise:
Eine Vergesellschaftung mit Barschen geht nicht, mit kleinen Schwarmfischen wie dem Neon ist es kein Problem. Bei den Diskussen ist das so eine Sache. Mal sind sie räuberischer, mal eher nicht. Ich hab viele Jahre Diskusse gezüchtet. Ich würde nicht empfehlen die Nadeln mit ihnen zusammen zu halten. Solange die Nadeln nicht ausgewachsen sind (12-15 cm) besteht das Risiko das sie als Futter angesehen werden. Die Enneacampus ansorgii sind sehr friedliche Fische, bei der Vergesellschaftung muss darauf geachtet werden. Also aggressive Schwarmfische wie Sumatrabarben, oder Glaswelse geht schief. Die Süßwassernadeln nehmen nur Lebendfutter, man muss vor allem im Winter einen guten Zoohändler haben (das haben sie ja in Altenburg), oder zu Hause eine kleine Artemiazucht. Wenn die Nadeln mit kleinen Schwarmfischen wie dem Neon zusammen sind, sollten die Neons erst mal mit Trockenfutter satt gefüttert werden. Sonst ist das Lebendfutter aufgefressen bevor die Nadeln was abkriegen. Seenadeln jagen nicht aktiv, sondern sind Lauerjäger. Was das Wasser betrifft sind sie recht anspruchslos. Mittlere Wasserwerte so zwischen 8 und 20 Grad Gesamthärte, und relativ ph-neutral zwischen 6,8 und 7,5. Wassertemperatur zwischen 23 und 27 Grad C.
Maßnahmen zur Eingewöhnung ist eigentlich nur der notwendige Temperaturangleich zwischen Transportbeutel und Aquarium.
Ihr Freund kann sicher was mit den Angaben anfangen.

Ohne Umschweife:
Am idealsten sind Süßwassernadeln im Artbecken zu halten, das heißt für sich alleine. Die kleine Ennecampus kommt mit einem 40, oder 60 l Becken bei 5 Tieren völlig aus! Die Fütterung ist dann auch kein Problem und die Chance das eines der Männchen mal Babys bekommt und man sie ein/zwei Tage schwimmen sieht ist auch groß. (Nur das Aufziehen der Babys ist äußerst schwierig!) In einem Artbecken würden sie auch mehrmals am Tag ihre Balztänze veranstalten. Im Gesellschaftsbecken sind sie da zurück haltender.

....noch ein paar Fragen zu Versand?
.......Bitte beachten Sie das wir erst nach Zahlungseingang den Versand veranlassen. Der Versand erfolgt nur wenn keine dauerhaften Minusgrade herrschen, denn sonst überleben die Fische trotz Styroporbox und Heatpacks nicht. Der Versand wird per Telefon, oder Mail zwischen uns abgesprochen. Die Lieferung wird dann Abends dem Transporteur übergeben und erreicht Sie am nächsten Vormittag. Sie müssen den Empfang sicher stellen, es muss also garantiert sein das jemand die Lieferung entgegen nimmt. Wir haben zwar selbst als Kunde/Empfänger fast immer gute Erfahrungen gemacht, aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen besteht beim Lebendtierversand immer das Risiko, das Fische nicht lebend ankommen. Das Risiko liegt bei Ihnen. Selbst die kommerziellen Zierfischshops die den Versand täglich hundertfach machen, übernehmen kein Risiko, oder Umtausch verendeter Fische. Letztlich sind natürlich alle Fische beim Zoohändler auch in Boxen von Lieferanten angeliefert worden......
...fressen Ihre Nadeln auch Frostfutter?
Es gibt in manchen Foren Berichte das Halter die E.a. auch mit aufgewirbelten Frostfutter füttern würden und sie würden es nehmen weil sie denken es lebt................ Das halte ich für absoluten Unsinn. Unsere Beobachtungen zeigen, das sie selbst bei der Fütterung sehr wählerisch sind und die meisten Nadeln bereits abgestorbene Futtertiere nach der Aufnahme wieder ausspucken. Einige fressen aber auch die abgestorbenen Futtertiere (was dann mögliche Frostfutterannahme bestätigen würde). Es ist also wie immer, nein und ja........... Wir füttern nur Lebendfutter und mit einer überschaubaren Artemiaaufzucht kommen wir ohne große Probleme über gelegentliche Engpässe hinweg. (Wenn der Zoohändler mal nix hat, oder die Teiche nichts hergeben.) Als Nadelfreund wissen Sie ja ohnehin, das Frostfutter nur ein notdürftiger und bequemer Futterersatz ist. Alle Nadelarten brauchen für gedeihliche Entwicklung und erfolgreiche Fortpflanzung lebendes Futter. Man kann solche Nahrungsspezialisten nicht dauerhaft mit Futterersatz „abspeisen“.

Viele Grüße - Frank Stahn

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